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Die Nördlichen Königreiche

#1
Die Nördlichen Königreiche

Eurem Verstand verlangt es nach Ehre? Setzt euch ans Feuer und lauscht den Geschichten des Nordens.
Keine Angst, selbst die längste Erzählung wird euch nicht Durst oder Hunger leiden wenn ihr euch in der Gastfreundschaft unserer Hallen und Clans befindet.
Bereit? Dann spitzt eure Ohren und begebt euch in die kalten Tiefen des Nordens mit mir.
Ein alter Spruch unter Reisenden und Händlern besagt: “Je tiefer man sich in den Norden begibt, desto dichter werden die Menschen.”
Das mag entweder daran liegen, dass unsere Braukunst im Herzen des Nordens entstanden ist oder daran, dass die eisige Kälte gerne dazu anregt, jemanden seine letzte Worte aufzuschreiben.
Doch genau in diesem klirrenden Sturm des Eises entstehen die stärksten Menschen – Krieger, die den Tod nicht fürchten und so immer mehr unserer heutigen Heimat entdeckten und sie von den alten Unwesen beseitigten.
Ein Leben in Bewegung, sei es auf Land oder See, ist unser Vermächtnis denn wir erkundeten lang und viel bis wir schließlich auf ein Volk trafen, dass uns unbekannt war.
Ihre Lippen waren gezeichnet von Freude und Gastfreundschaft, während ihre Augen und Hände gut taten, unsere offenen Arme des Willkommens mit Dolchen und Gift ab zu schlagen.


Die Nationen der Nördlichen Königreiche


Gaid Höhen
Die Gaid Höhen sind das Herz der Nördlichen Königreiche. In ihnen findet sich jahrhundertelange, nördliche Tradition, der Sitz der Großkönigin und ohne ein Feuerchen, der sichere, kalte Tod. Hinter den flüsternden Spitzen der Bergketten befinden sich die eisigen Ebenen auf denen die ersten Menschen der Gaid ihre Heimat, Baile errichteten. An der Seite von längst vergessenen und gigantischen Tieren zogen sie die Mauern und Gewölbe aus dem Eis hervor, die ihnen bis heute Obhut und Schutz vor der Kälte und dem peitschenden Wind des Nordens gewähren.
Angesichts ihrer Lage beschränken sich die kulinarischen Künste der Gaid Höhen auf simple Gerichte, aber starke Getränke um den Körper warm zu halten. Diese Wärme ist nicht nur auf den offenen Ebenen der Region nötig, sondern ebenfalls in den Tiefen ihrer Minen aus denen das Erz für den berühmten Stahl des Nordens geschürft wird. Stahl, dessen Herstellung und Verarbeitung meist nie die Lippen eines nordischen Schmiedes verlässt. Was jedoch auf jeden Fall seine Lippen willkommen heißen, ist der sagenumwobene Schnaps des Nordens. Zusammen mit ihren bekannten Getränken, Festen und einem Verhalten durchzogen von Ehre und Ehrlichkeit, formen die Bewohner im Herzen des Nordens eine herzhafte Zuflucht zwischen den stürmischen Fängen des nördlichen Wetters.

Tuchanka
Felder, Mühlen und Ställe soweit das Auge reicht, das macht Tuchanka aus. Hier erstreckt sich die Hauptversorgung und Landwirtschaft der Nördlichen Königreiche. Aufgrund seiner naheliegenden Nachbarn, ist Tuchanka dafür bekannt, viele Soldaten inne zu halten. Bestückt mit Hafensperren, Festungen und versteckten Stellungen im Inland, stellt die westlichste Provinz des Nordens die Speerspitze seines Militärs da, auch wenn ihre eigentliche Kriegskunst aus den Tiefen ihrer Ländereien entstammt.
Als Avantgarde des Angriffs und der Verteidigung steht das Kapital der Provinz, Beskha. Von dort wurden oft militärische Interventionen über Wasser durchgeführt oder abgewandt über die neutralen Insel des Glaubens, westlich von Tuchanka.
Bevölkert von Bauern und stationierten Soldaten, bildet Tuchanka einen Ort von Sicherheit und Plumpheit. Festungsähnliche Höfe und gezielte Wachtürme zieren die Landschaft in dem Bestreben, das einfache Volk zu alarmieren und zu schützen. Angesichts seiner Bevölkerung festigte sich anstatt ein Verlangen nach Rache und Plünderung, schnell ein Funke der Befreiung in den Köpfen der Soldaten. Ebenso ergaben die militärische Unterdrückung der Bürgerschaft und die harten Disziplinarverfahren des Imperiums oftmals den freiwilligen Übertritt von Kriegsgefangen in die Reihen der Nördlichen Königreiche.
 
Skalden
Ähnlich wie in allen anderen Ländern der Nördlichen Königreiche ist die Verehrung der Ahnen ein wichtiger Bestandteil der Skalden, wobei die gastfreundlichen Händler und Seefahrer ihren Nachfahren jedoch deutlich weniger Freiraum lassen, wenn es sich um ihre Profession handelt. Einzig allein durch das Ausüben und Überdauern des Handwerks seiner Ahnen, ehrt man ihr Leben und erinnert an ihre Taten in der Welt.
Durch die starke Tradition der Seefahrt und des Handels beschränkt sich die Küche der Skalden nicht nur auf Kartoffeln und plumpe Eintöpfe. Nein, seit geraumer Zeit profitiert das Seevolk deutlich von ihrem lang ausgeübten Handwerk des Handels und gar Wein, sowie exotische Früchte finden sich immer vermehrter in den Rezepten und auf den Tischen der Skalden. Gleichzeitig stärkte sich mit ihrem Gespür für Handel ihre Gastfreundlichkeit, die im Zusammenspiel mit der herzhaften, ehrlichen Art des Nordens nicht mehr das Gefühl von Familie und Heimeligkeit hervorrufen könnte, als die Arme der eigenen Mutter.
 
Vodvorot
Geboren auf einer der kältesten Inseln der Nördlichen Königreiche, haben sich die Ahnen der Bewohner Vodvorots auf die Jagd der großgewachsenen Tierwelt fokussiert. Fleisch und andere Beute wurden schnell von überlebenswichtigen Gütern zu Zeichen der Ehre und Stärke. Ein immerwährender Trieb die beste Beute zu erlegen, formte die Menschen zu vorausdenkenden Strategen, Fallenlegern und Jägern. Diese Fähigkeiten zeigten sich im Kontakt mit fremden Völkern wie denen des Imperiums als äußerst nützlich und es wurde rasant bekannt, nie einen Krieger aus Vodvorot in sein Jagdgebiet zurück zu verfolgen. Für sie jedoch, hat ihr Jagdgebiet keine Grenzen.
Nach dem Beitritt Vodvorots in die Nördlichen Königreiche erkannte man in allen Landen schnell das Potenzial ihrer Jäger und Pioniere. Geübt in den unebenen Ländereien des Nordens wurden sie in Gefechten als erstes, sowie als letztes Mittel benutzt um etliche Schlachten im Namen des Großkönigs und ihrer eisigen Heimat zu bestreiten.
Abgesehen von dem Drang nach der Jagd leben die Bewohner Vodvorots ähnlich wie ihre Nachbarn in Eisschwinge, sehr naturverbunden. Ihre Unterkünfte sind alles andere als Wunderbauten oder gar hübsch. Ein Fanatiker von Mutter Natur möge Schönheit in ihren sporadischen Zufluchten erkennen, doch ein Mensch von Welt findet sich schnell fröstelnd und unwillkommen in ihren “Hallen” wieder.
 
Eisschwinge
Anders als die typischen Nordlinge findet sich ein deutlich dunklerer Hautton bei den Bürgern Eisschwinges wieder. Dank der weiten Eissteppen und Tundren findet man hier nur schwierig Schutz vor der Sonne, welche jedoch keinen Weg in die Weiten der unterirdischen Siedlungen der großen Insel finden kann. Auf der Flucht vor den gefährlichen Wesen des Nordens suchten die ersten Menschen der Schwinge in Höhlen der wenigen Hügel und Berge Zuflucht. Die erste und größte Tiefe welche folgend ihre Hauptstadt wurde, ist Aritus. Verzweifelt nach sicherer Obhut gruben sich die Menschen in die dunklen Weiten des eisigen Steins und legten Stück für Stück die Gewölbe frei, die heute Aritus darstellen.
Was als eine Tat der Verzweiflung begann, stellte sich schnell als ein glücklicher Treffer ins Schwarze heraus sobald die Arbeiter die ersten, unterirdischen Flüsse trafen und damit jeglich Nahrung noch ein Problem darstellte.
Dank den langen, ebenen Strecken die überwinden werden mussten, bildete sich schnell eine Affinität gegenüber Hunden um diese als Zugtiere für Schlitten zu benutzen. Unter Tage waren diese jedoch nicht zu effektiv und wurden hier durch den Bau von glatten Eisabhängen die ein primitives Schienensystem bildeten, abgelöst.

Nord Albion
Nach vielen Jahren von Schlachten und Verlusten wurde die Bevölkerung Albions des Krieges müde und sah in der steigenden Instabilität und Schwäche des Imperiums seine Chance. Getrieben von Unabhängigkeit für sein Volk ohne die Fesseln des Imperiums, wandte sich das starke Adelsgeschlecht an die Nördlichen Königreiche. Mit der Stärke der Bürgerschaft und der Magier von Burg Rabenfels konnten sie sich schließlich abspalten und erklärten sich selbst als Nord-Albion und Teil der Nördlichen Königreiche. Jedoch kam diese Befreiung nicht ohne Opfer ans Licht. Ein blutiger Bürgerkrieg zog seinen Preis durch die Straßen der Städte und die neue Generation ist dominiert von gezeichneten Veteranen oder einsamen Waisen.

Anders als der Rest ihrer neuen Verbündeten, verhält sich das Volk von Nord-Albion sehr direkt und schroff seinem Gesprächspartner gegenüber. Dieser leichte Zynismus prägt die Gemüter dank ihrer narbigen Vergangenheit, doch trotz dessen lassen sie sich nie in ihrem Glauben erschüttern und stellen das Leben ihrer Nachkommen an höchster Stelle.
Die Ländereien der frisch angeschlossenen Nation bestehen hauptsächlich aus fruchtbaren Wäldern und Flussgebieten an denen die Fischerei eine große Rolle spielt für das Überleben der Bevölkerung und deren unkonventionellen Begleitern. Viele der Bewohner von der berühmten Flussstadt Ottenfurt hegen nahen Kontakt zu Ottern, die nahezu wie Hunde gehalten, abgerichtet und gepflegt werden.
Ebenfalls sehr bekannt ist Burg Rabenfels, eine Institution zur Ausbildung und Behütung von magisch begabten Menschen. Hier wird jeder einzelne Magier von klein auf gelehrt und geschützt. Jedenfalls ist dies ihr nach außen bekannter Leitspruch.



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